NUM Vision und Mission

Das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) möchte in Zukunft alle Forschungsaktivitäten unterstützen, die zu seinen übergeordneten strategischen Zielen passen:

  • Etablierung eines bundesweiten Studien- und Datenraums für die klinische Forschung
  • Vorbereitung der biomedizinischen Forschungslandschaft auf zukünftige Pandemien und große Gesundheitskrisen
  • Schaffen einer Community und eines zentralen Ansprechpartners zu klinischer Forschung auf nationaler Ebene

Im Gegensatz zu anderen klinischen Forschungsnetzwerken, die sich auf bestimmte Krankheitsbilder oder Organsysteme konzentrieren (z.B. Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung), deckt das NUM das gesamte Spektrum der medizinischen Disziplinen und Erkrankungen über alle Universitätskliniken hinweg ab. Damit will das NUM andere Netzwerke ergänzen und auf bereits bestehenden Forschungsprojekten, Forschungsinfrastrukturen und etablierten Strukturen aufsetzen.

Die vom NUM bisher geförderten Forschungsaktivitäten lassen sich in zwei Kategorien einteilen:

  • Forschungs- und Dateninfrastrukturen: Entwicklung und Bereitstellung interoperabler und breit zugänglicher Management-, Methoden- und Daten-Plattformen zur Unterstützung der Konzeption und Durchführung von Verbundforschungsprojekten auf nationaler Ebene.
  • Forschungsprojekte ("Use Cases"): Konzeption und Durchführung von gemeinsamen multizentrischen Forschungsprojekten, die in der Regel NUM-Forschungsinfrastrukturen nutzen und weiterentwickeln.

Der starke Fokus auf die Forschungsinfrastrukturen ist ein wesentlicher Bestandteil der NUM-Mission. Sie wurden im NUM zu Beginn der COVID-19-Pandemie entwickelt, da es in Deutschland an geeigneten Forschungsinfrastrukturen für die gemeinsame Sammlung und Nutzung von standardisierten Daten und Bioproben mangelte. Mittlerweile sind diese Infrastrukturen das Rückgrat der Forschungsaktivitäten des NUM und werden kontinuierlich verbessert, um den Bedürfnissen der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen bestmöglich gerecht zu werden und so einfach wie möglich zugänglich und nutzbar zu sein. Diese Infrastrukturen schaffen neue Möglichkeiten für die Bearbeitung großer Forschungsfragen, die sonst in Deutschland nicht adäquat bearbeitet werden könnten. Angesichts des enormen bisher ungenutzten Potenzials klinischer Forschungsdaten und Bioproben wird das NUM seine Forschungsinfrastrukturen kontinuierlich weiterentwickeln. Insbesondere müssen die verschiedenen NUM-Infrastrukturen noch besser miteinander und auch mit NUM-externen Datenquellen verbunden werden.

Daher wurde 2023 diese folgende 10-Jahres-Vision und das dazugehörige Leitbild für die Forschungsinfrastruktur im NUM entwickelt:

NUM-Vision

"Das NUM repräsentiert eine herausragende nationale Forschungsinfrastruktur mit bedarfsorientierten Lösungen für praxisverändernde Gesundheitsforschung. Diese Forschungsinfrastruktur schafft optimale Bedingungen für Forschende, stärkt die Reaktionsfähigkeit und ermöglicht koordiniertes Handeln."

NUM-Mission

"Wir betreiben eine transparente, benutzerfreundliche und skalierbare Infrastruktur, die auf vertrauensvoller Zusammenarbeit und interdisziplinärer Expertise beruht und den Forschenden die bestmögliche Unterstützung von multizentrischen Verbundprojekten entlang des gesamten Forschungsprozesses bietet. Zu diesem Zweck stellen wir Forschenden ein umfassendes Portfolio an Instrumenten und Dienstleistungen zur Verfügung, um qualitativ hochwertige Forschungsdaten und Bioproben zu sammeln. Diese stellen wir der wissenschaftlichen Community auf Basis der FAIR-Prinzipien sowie der rechtlichen, organisatorischen und technischen Standardisierung und Harmonisierung zur Verfügung. So gewinnen wir wissenschaftliche Erkenntnisse, die zu einer verbesserten Prävention und Behandlung von Krankheiten führen und damit einen Beitrag zur Gesundheit der Menschen leisten."