Über das Projekt

Die Forschungsinfrastruktur NUKLEUS (NUM Klinische Epidemiologie- und Studienplattform) unterstützt Forscher:innen in der Planung, Durchführung und Auswertung von großangelegten klinischen und epidemiologischen Studien, die im Rahmen des Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) durchgeführt werden.

NUKLEUS entstand aus zwei Teilprojekten der ersten NUM-Förderperiode (April 2020-Dezember 2021): dem Nationalen Pandemie Kohorten Netz (NAPKON) und der Covid-19 Data Exchange Platform (CODEX). Das Konzept, das zu weiten Teilen auf der Studienplattform des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) aufbaut, hat sich bewährt und ist in NUM 2.0 ein eigenständiges Projekt in der Infrastrukturlinie des NUM. NUKLEUS beinhaltet die gesamte Prozesskette der Studienunterstützung von Studiendesign, Einbindung der Studienzentren, Umsetzung der ethischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, Qualitätssicherung, Studieninitiierung, Daten- und Bioproben-Management, faire Nutzung der gewonnenen Daten und Bioproben, Datenanalyse sowie Datennachnutzung.

Das wichtigste im Überblick

Die Vision von NUKLEUS ist es, dass Studien zu den besten Ideen für die wichtigsten medizinischen Fragestellungen innerhalb weniger Wochen in hoher Qualität realisiert werden können und dadurch Antworten mit hoher Aussagekraft liefern. Ermöglichen soll dies eine einsatzbereite, skalierbare und leistungsfähige Infrastruktur und die Mitwirkung von führenden Expert:innen der Universitätsmedizin.

Wenn Wissenschaftsteams mit der Unterstützung von NUKLEUS ihren Fokus auf die wissenschaftlichen Fragestellungen in der Forschung legen können, führt dies zu einer höheren Effizienz, Genauigkeit und einem breiteren Spektrum der Ergebnisse. NUKLEUS unterstützt damit die Anstrengungen, die im Rahmen des NUM zur Pandemiebewältigung und nationalen Pandemiebereitschaft betrieben wurden. Durch NUKLEUS soll es zukünftig möglich sein, auch bundesweit ausgerollte Studien ohne Zeitverlust zu initiieren.

Der Aufbau neuer Infrastrukturen erfordert die sorgfältige Abstimmung von Bedarfen der Forschenden, sowie die praktische Umsetzung der Pläne zur Erfüllung dieser Bedarfe. Eine zentrale Rolle spielt dabei die stetige Weiterentwicklung und Anpassung der Prozesse an stetig sich verändernde Bedingungen. Für NUKLEUS bedeutet das zum einen, dass die technischen Voraussetzungen für die Zusammenarbeit ausgebaut und optimiert werden müssen – etwa für die gemeinsame Nutzung, Verarbeitung, Speicherung und Herausgabe von Dokumenten, Daten und Bioproben. Zum anderen müssen die Anknüpfungspunkte zwischen den Teilprojekten und Standorten identifiziert und abgestimmt werden.

Eine weitere Herausforderung ist es, effektive und effiziente Kommunikationsstrategien zu entwickeln. Die beteiligten Ärzt:innen und Wissenschaftler:innen sind zumeist selbst in der medizinischen Versorgung tätig, die insbesondere in einer Pandemielage einen Großteil der Ressourcen beansprucht.

Das NUKLEUS-Team entwickelt und betreibt im NUM die Forschungsinfrastruktur zur effizienten gemeinsamen Planung, Durchführung und Auswertung klinischer und klinisch-epidemiologischer Studien, um hochwertige Daten, Bioproben und Analyseergebnisse der wissenschaftlichen Gemeinschaft breit zur Verfügung zu stellen.

Die Infrastruktur schafft einen Raum der vertrauensvollen Zusammenarbeit, umfasst einsatzbereite Lösungen und interdisziplinäre Expertise in wissenschaftlicher Methodik, Organisation und Technologien und setzt diese schnell und bestmöglich um.

Sie arbeitet überregional und sektorenübergreifend, kooperiert mit bestehenden Infrastrukturen und Initiativen und ist international anschlussfähig. Im Mittelpunkt stehen dabei die wissenschaftliche Qualität und die faire Einbindung aller am Prozess beteiligten Gruppen, von den Patient:innen, über die beteiligten Wissenschaftler:innen bis zu den Studienzentren.

Menschen im NUM

Dr. Gabriele Anton
„Die offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit ist auch heute noch eine starke Motivation.“
Dr. Gabriele Anton
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